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Regelkunde

Taekwondo Punkte: Die Wertung im Wettkampf einfach erklärt

Wie viele Punkte gibt es im Taekwondo für Faust, Tritt und Drehtechnik? Wertung, Strafpunkte, Rundensieg und die Rolle der Elektronik, einfach erklärt.

Von FU FIGHT Team·Veröffentlicht am 7. Oktober 2026·4 Min. Lesezeit

Im Taekwondo gibt es je nach Technik und Trefferzone 1 bis 5 Punkte. Ein Fauststoß zum Rumpf bringt 1 Punkt, ein Tritt zum Rumpf 2, ein Tritt zum Kopf 3. Drehtechniken bringen 4 Punkte zum Rumpf und 5 zum Kopf. Dieser Beitrag erklärt die Wertung für Eltern, Einsteiger und neue Trainer, ohne Fachchinesisch.

Die Punkte auf einen Blick

Gewertet wird im olympischen Vollkontakt (Kyorugi) nach dem Regelwerk von World Taekwondo. Getroffen werden dürfen der Rumpf, soweit er von der Kampfweste bedeckt ist, und der Kopf.

TechnikTrefferzonePunkte
FauststoßRumpf1
FußtechnikRumpf2
Fußtechnik mit DrehungRumpf4
FußtechnikKopf3
Fußtechnik mit DrehungKopf5
Strafpunkt (Gam-jeom)1 für den Gegner

Wichtig für Einsteiger: Mit der Faust darf nur zum Rumpf gestoßen werden, nie zum Kopf. Der Kopf wird nur mit dem Fuß angegriffen.

Das Regelwerk wird regelmäßig angepasst. Prüfen Sie deshalb immer die aktuelle Fassung von World Taekwondo und die Bestimmungen Ihres Verbands, vor allem für Kinder- und Jugendklassen. Dort gelten oft Einschränkungen, zum Beispiel beim Kopfkontakt.

Was ein gültiger Treffer ist

Nicht jede Berührung zählt. Ein Treffer muss drei Bedingungen erfüllen:

  • Er trifft eine erlaubte Zone, also die Weste oder den Kopf.
  • Er wird mit einem erlaubten Körperteil ausgeführt: mit dem Fuß unterhalb des Knöchels oder mit der geschlossenen Faust.
  • Er hat genug Wucht. Bei der elektronischen Weste ist dafür eine Kraftschwelle hinterlegt, die von Gewichts- und Altersklasse abhängt.

Deshalb sehen Zuschauer oft Tritte, die ankommen, aber nichts bringen. Sie waren zu schwach oder haben die Fläche nicht sauber getroffen.

Strafpunkte: der Gam-jeom

Im Taekwondo gibt es eine einzige Strafe, den Gam-jeom. Jeder Gam-jeom gibt dem Gegner 1 Punkt. Der Kampfleiter spricht ihn aus, wenn ein Kämpfer gegen die Regeln verstößt. Typische Gründe sind:

  • die Kampffläche verlassen,
  • zu Boden gehen,
  • dem Kampf ausweichen oder ihn verzögern,
  • den Gegner festhalten oder schieben,
  • unterhalb der Gürtellinie treten,
  • mit der Hand zum Kopf schlagen,
  • nach dem Kommando zum Unterbrechen noch angreifen.

Wer zu viele Strafpunkte sammelt, verliert die Runde oder den Kampf. Die genaue Anzahl steht im aktuellen Regelwerk. Für Trainer heißt das: Strafpunkte sind keine Nebensache. Enge Kämpfe werden oft genau hier entschieden.

Wie eine Runde und ein Kampf gewonnen werden

Ein Kampf besteht aus mehreren kurzen Runden mit Pause dazwischen. Dauer und Anzahl hängen von Altersklasse und Turnier ab und stehen in der Ausschreibung.

Nach dem aktuellen Stand der internationalen Regeln wird im Modus "Best of three" gekämpft. Jede Runde wird einzeln gewertet. Wer in einer Runde mehr Punkte hat, gewinnt sie. Wer zuerst zwei Runden gewinnt, gewinnt den Kampf. Steht eine Runde unentschieden, legt das Regelwerk Kriterien fest, nach denen sie vergeben wird.

Daneben gibt es weitere Wege zum Sieg:

  • Punkteabstand: Liegt ein Kämpfer in einer Runde sehr deutlich vorn, endet die Runde vorzeitig.
  • K.o. oder Abbruch: Kann ein Kämpfer nach einem regulären Treffer nicht weitermachen, entscheidet der Kampfleiter.
  • Strafen: Erreicht ein Kämpfer die Höchstzahl an Gam-jeom, verliert er.
  • Aufgabe oder Disqualifikation.

Auf kleineren Turnieren und in jungen Altersklassen kann der Modus abweichen. Ein Blick in die Ausschreibung klärt das.

Was die Elektronik entscheidet und was die Kampfrichter

Auf den meisten Turnieren tragen die Kämpfer heute elektronische Westen, oft auch elektronische Kopfschützer. Die Aufgaben sind geteilt.

Das entscheidet in der Regel die Elektronik:

  • Fußtreffer zum Rumpf über die Sensoren der Weste,
  • Fußtreffer zum Kopf, wenn ein elektronischer Kopfschutz verwendet wird.

Das entscheiden weiterhin Menschen:

  • Fauststöße zum Rumpf (Punktrichter mit Handgerät),
  • Zusatzpunkte für Drehtechniken,
  • alle Strafpunkte (Kampfleiter),
  • Niederschläge, Verletzungen und Abbrüche.

Trainer können bei strittigen Szenen auf vielen Turnieren einen Videobeweis verlangen. Wie oft und wofür, regelt die jeweilige Turnierordnung.

Für offizielle Wettkämpfe sind nur Systeme zugelassen, die World Taekwondo anerkannt hat. Bekannt sind Daedo und KPNP.

Wie man die Wertung im Training lernt

Regeln liest man einmal. Verstehen tut man sie erst, wenn man sie erlebt. Kinder und Anfänger begreifen schnell, was ein gültiger Treffer ist, wenn sie sofort sehen, ob er gezählt hat.

Dafür gibt es Trainingswesten wie FU FIGHT. Die Sensoren erkennen gültige Treffer und zählen den Punktestand automatisch. Trainer und Sportler sehen das Ergebnis in Echtzeit in einer App. Eine Einsteigerversion lässt sich an das Niveau anpassen. FU FIGHT ist ein reines Trainingssystem und nicht für offizielle Wettkämpfe zugelassen.

FAQ

Wie viele Punkte gibt ein Kopftreffer im Taekwondo?

Ein Tritt zum Kopf bringt 3 Punkte, mit Drehung 5 Punkte. Ob Kopftreffer in einer Altersklasse erlaubt sind, regelt der jeweilige Verband.

Darf man im Taekwondo mit der Faust zum Kopf schlagen?

Nein. Der Fauststoß ist nur zum Rumpf erlaubt und bringt dort 1 Punkt. Ein Schlag mit der Hand zum Kopf wird mit einem Gam-jeom bestraft.

Was passiert bei Gleichstand in einer Runde?

Dann greifen die Kriterien des aktuellen Regelwerks, nach denen die Runde einem Kämpfer zugesprochen wird. Da diese Kriterien schon mehrfach geändert wurden, lohnt der Blick in die gültige Fassung.

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